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Die Geburtsstunde einer Dortmunder Bierwerkstatt

Langsam nimmt es seltsame Ausmaße an: Meine kleine Hobbybrauerei hat mittlerweile einen Hektoliter Bier produziert. Für alle Mathe-Nulpen (wie mich): Das sind tatsächlich 100 Liter und die Hälfte der Menge, die ich im Jahr steuerfrei brauen darf. Dass ich die magische Grenze von 200 Litern bis Ende Dezember noch durchbreche, ist nicht zu erwarten. Allerdings ist es schon amüsant, wenn Besucher in meine Küche kommen und erstaunt drei Gärbehälter entdecken, die allesamt in Benutzung sind. Herzlich willkommen im Sudhaus 13!Noch bin ich weiterhin mit dem Extraktbrauen beschäftigt. Das heißt, dass ich den Schritt des Maischens überspringe und mir dabei reichlich Arbeit spare. Einzelheiten zu diesem Prozedere habe ich bereits in einem früheren Blogeintrag thematisiert, den ihr hier nachlesen könnt. Prinzipiell bin ich auch sehr zufrieden damit. Das Extraktbrauen kostet nicht viel Zeit, und ein neues Bier ist schnell aufgesetzt. Und da ich neuerdings meine Biere mit Vorliebe “hopfenstopfe”, also nach der eigentlichen Gärung nochmals für eine Woche Aromahopfen beigebe, schmecken die Extraktbiere auch immer anders, vor allem aber: spannend.

Doch den Grad der Hopfenbittere kann ich so leider nicht kontrollieren. Die Malzigkeit ist mit Extraktkits ebenfalls bereits vorgegeben. Im neuen Jahr aber werde ich mich am klassischen (Maische-)Brauen versuchen. Zusammen mit Markus, meinem Dortmunder Webcast-Kollegen von “Männerabend – Die Serie” werden dann erstmals alle Schritte zum eigenen Bier durchgegangen. Dazu habe ich bei eBay bereits meine Fühler nach einem guten Einkocher ausgestreckt und auch bereits jemanden angeschrieben, der für eben diesen Kocher Rührwerke herstellt. Warum das alles? Die Antwort gibt’s im nächsten Jahr, wenn ich unseren Weg zum ersten eigenständigen Indian Pale Ale in diesem Blog dokumentieren werden.

Im Übrigen gehe ich stark davon aus, dass ich auch in Zukunft noch das ein oder andere Extraktbier brauen werden. Wenn man weiß, wie man den Gerstensaft verfeiern kann, dann ist das eine prima Angelegenheit, die großartige Ergebnisse liefert. Wer sich davon überzeugen will, ist herzlich eingeladen, dem Sudhaus 13 mal einen Besuch abzustatten. Bier ist genug da. Ich freue mich auf euren Besuch!

Nachtrag: Weil mich bereits einige Fragen dazu erreicht haben, möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass das Logo meiner kleinen Heimbrauerei von meinem ehemaligen Arbeitskollegen Patrick entworfen wurde. Weitere Infos zu seinen großartigen Arbeiten erhaltet ihr auf seiner Webseite: www.pat-design.net

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